Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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den belebteſten Anblick dar: man ſetzt Maſte ein⸗ errichtet Bühnen für die Muſikanten, ſtellt ein Ge⸗ rüſt für's Feuerwerk auf, macht einen Luftballon, haut grüne Zweige ab, windet Guirlanden und errich⸗ tet Triumphbögen.

Alles iſt auf den Beinen und Herr Großholz leitet die Arbeit.

Und Herr Richonnard ſagt zu ſeiner Frau:„Ich begreife nicht, wie dieſer Herr ein Vergnügen daran findet, ſich ſo viel zu ſchaffen zu machen.“

Und Einer der Honorationen des Dorfes flüſtert ihm in'’s Ohr:„Wie! Sie begreifen nicht, daß dieſer Herr, der Vermögen hat, nun Schultheiß werden will? Deßwegen macht er ſich ſo viel mit uns zu ſchaffen. Aber, im Ganzen betrachtet, iſt das ein Ehrgeiz wie ein anderer. Ein Schultheiß erhält ein Kreuz, dann wird er Abgeordneter, dann Pair... zum Henker ich muß auf's Jahr auch etwas Neues erfinden.“

Der Feſttag iſt da. Die fremden Kaufleute, die der Mehrzahl nach aus Lebkuchenhändlern beſtehen, nehmen ihre Stände auf der Straße, die dadurch eine Art Jahrmarkts⸗ Anſtrich bekommt, ein; Seiltänzer kündigen dem Pu⸗ blikum an, daß ſie Ungeheuer ſehen laſſen: die Bauern gehen in Maſſe hinein und man zeigt ihnen eine Frau⸗ die einen Bart hat. Man läßt einige Raketen ſtei⸗

gen; die Spiele fangen an. Dem Sohne des erſten Schenkwirths im Dorfe reist ſeine Flinte faſt die Naſe weg; er kehrt wei⸗