Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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„Ich, ich will Herrn Richonnard, deſſen Haus ebenfalls an der Straße ſteht, veranlaſſen, daß er auch Sand ſtreuen läßt.“

Der Flurſchütz geht auf ein kleines Haus von ziemlich beſcheidenem Ausſehen zu. Hier wohnt Herr Richonnard, ein alter Kaufmann, ein kalter phleg⸗ matiſcher, methodiſcher Mann, der zu beſtimmter Zeit aufſteht, zu Bette geht, ißt, liest, arbeitet oder ſchläft und nie an ſeinen Gewohnheiten Etwas ändern will.

Die Frau Richonnard iſt ein kleines Weibchen von ungeheurer Dicke, aber viel zu faul, um einen Willen zu haben und ihren Mann zu beläſtigen. Ihr größtes Glück beſteht darin, den ganzen Tag im Schlafrocke zu bleiben und keinen Schnürleib anlegen zu müſſen.

Der Flurſchütz tritt in den Garten.

Herr Richonnard beſchnitt ſeine Bäume.

Er hatte eine Baumſäge gekauft und mit dieſer handthierte er nun; er hatte geſagt, er werde von Mittag bis ein Uhr in ſeinem Garten beſchneiden; was lag ihm daran, ob das den Bäumen gut war oder ſchadete: von Mittag bis ein Uhr ſägte Herr Richonnard Aeſte ab.

Der Flurſchütz kommt näher; er hat die Hand

am Hute, da er dieſen nicht abnimmt, weil ein

Flurſchütz eine amtliche Perſon iſt und die Beamten das Recht haben, unhöflich zu ſein. Herr Richonnard läßt ſich nicht außer Faſſung