Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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Der, welcher dieſe Fragen geſtellt hat, geht nach Hauſe und denkt bei ſich:„Ein neuer Beſitzer iſt aller⸗ dings Herr in ſeinem Hauſe; er kann thun, was er will. Ich ſehe nicht ein, wie das das große Dorf in Bewegung bringt!“

Indeſſen bleibt am andern Morgen der berühm⸗ teſte Gaſtwirth des Orts vor dem Hauſe eines ſeiner Gevatter ſtehen; der Flurſchütz, zwei oder drei Her⸗ ren und einige Bauern ſammeln ſich um ſie und die Unterhaltung beginnt:„Wiſſen Sie, daß unſer Ort hübſch werden wird?“

„Hübſch, wie verſtehen Sie das?“

„Das heißt, unſer Ort ſoll ſich verſchönern: der neue Beſitzer, Herr Großholz, hat es geſagt; das iſt ein Genie!“

„Die Leute ſind reich, nicht wahr?“

„Ich denke wohl!l er läßt zwei prächtige Tauben⸗ ſchläge in ſeinem Garten machen.“

„Er hat mir geſagt, die Gegend müſſe ſich ver⸗ ändern, hat mich veranlaßt, meine Speiſekarte zu vergrößern und Roſſbif auf engliſche Art zu machen, weil dann viel mehr Leute hier durchkommen wer⸗ den. Aber er findet, daß die Hauptſtraße ſchmutzig iſt und ſchlecht unterhalten wird. Er ſagt, wenn Jeder vor ſeiner Thüre Sand ſtreuen würde, wäre es viel hübſcher.“

„Wahrlich, er hat recht; nun, das iſt ein Mann, der ſich der Gegend annimmt, das gäbe einen famo⸗ ſen Schultheißen, ganz gewiß! Ich will gehen und Sand ſtreuen.“