Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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dieſes Dorfes ſich wenig beſuchen; Geſellſchaft zieht immer tauſend Abhängigkeiten nach ſich.

Wenn ihr auf dem Lande euch mit allen euren Nachbarn einlaßt, ſo ſeid ihr weniger frei als in der Stadt: man beſucht euch Morgens, Mittags und Abends.

Um euren Garten zu bewundern, zwingt man euch, in demſelben zu ſein, wenn ihr euer Zim⸗ mer nicht verlaſſen möchtet; um die Einrichtung eures Hauſes zu ſehen, nöthigt man euch, hineinzu⸗ gehen, wenn ihr lieber in eurem Garten arbeiten wollt.

Es iſt daher gerathener, ſich auf die einfachſten gebräuchlichen Höflichkeiten zu beſchränken, auf jene annehmlichen Grüße, die man ſich auf dem Lande macht, und auf jene kleinen Fragen über den Zu⸗ ſtand der Geſundheit und die Unbeſtändigkeit des Wetters, die euch nie compromittiren können. f

So macht es der größte Theil der Stadtbewoh⸗ ner, die auf's Land gezogen ſind.

Leſen, Arbeiten, Spazierengehen, etwas Geplau⸗ der, wobei man einige unſchuldige Scherze über ſei⸗ nen Nachbar macht, das ſind die Vergnügungen, die man auf dieſem Dorfe hatte, wo Jeder, Bauer, Kauf⸗ mann und Bürger, zufrieden mit ſeinem Looſe ſchien.

Allein da geſchieht es eines Tages, daß ein ſehr hübſches Bürgerhaus von ſeinem Eigenthümer an einen gewiſſen Herrn Großholz verkauft wird.

Und der Herr Großholz zieht ein mit einer un⸗ ermeßlichen Familie: mit einer Frau, drei Töchtern,