Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

34

werden; dann noch von einigen Liebespärchen, welche die Einſamkeit, Ruhe und Stille ſuchen, weil das Glück und die Liebe nie lebhafter, als wenn ſie ver⸗ borgen ſind.

Jetzt, wenn ihr euch das Alles vorgeſtellt habt, habe ich nicht nöthig, euch zu ſagen, wie man die Zeit in dieſem Dorfe zubringt.

Die Woche über arbeiten die Bauern, ackern, ſäen, eggen.

Wenn der Sonntag kommt, gehen die Alten in's Wirthshaus, die Jungen tanzen mit den Mädchen, indem ſie auf einem kleinen Platze zuſammen kommen, den man den Ballſaal heißt, weil er mit einigen Dutzend Stühlen und einer Hecke umgeben iſt und bei ſchönem Wetter ein blinder Geiger dort mit mehr oder weniger Variationen die Tänze aufſpielt, nach denen bereits in der Hauptſtadt Alles gehüpft iſt.

Was die Bewohner der Bürgershäuſer anbelangt, ſo könnt ihr ſie in der Woche manchmal ſehen, wie ſie ihre Schritte nach den einfamſten Spaziergängen lenken. Die Männer tragen ein einfaches Reiſe⸗ hemd und eine Mütze, die Frauen den großen un⸗ geheuren Strohhut in ſeiner urſprünglichen Form, ſelbſt ohne Band, um ihn unter dem Kinn zu be⸗ feſtigen.

Die Leute haben Paris verlaſſen, um ungenirt zu ſein, um zu thun, als haͤlten ſie einen Begriff von jener Sache, von der Jedermann ſpricht und die ſo wenige kennen— die Freiheit.

Aus dieſem könnt ihr ſchließen, daß die Bürger