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Fahrt nur fort, meine Lieben, ich bin ſogleich wie⸗
der da.“
Der Direktor geht ab, man probirt ohne ihn.
Die erſte Liebhaberin und die Soubrette ſtreiten ſich wegen der in Scene Setzung.
Die Erſte behauptet, man ſtelle ſie immer in den Winkel, hinter ihre Freundin, und ſie habe zu viel Talent, um immer hinter der Andern zu ſein.
Die Soubrette beſtreitet der erſten Liebhaberin ihr Talent nicht, allein ſie will nicht, daß man an der in Scene Setzung Etwas abändere.
Der Verfaſſer iſt in großer Verlegenheit; dem Regiſſeur gelingt es, den Zwiſt auszugleichen, indem er die Scene ſtreicht.
Die Probe geht weiter.
Der Verfaſſer hält den Liebhaber in einer Stelle ſeiner Rolle auf, indem er mit aller möglichen Vor⸗ ſicht, um ſeine Eigenliebe nicht zu verletzen, zu ihm ſagt:„Lieber Freund, ich verſtehe dieſe Stelle etwas anders: Sie legen Kraft darein, ich dagegen will Feinheit darein gelegt wiſſen! Ihre Perſon iſt ein gewandter und verſchlagener Mann. Statt auszurufen: „Ich hoffe, in Kürze Sie mich kennen zu lehren! würde ich lächeln und mit einſchmeichelnder Miene ſagen:„Ich hoffe, in Kürze Sie mich kennen zu lehren.““
Der Schauſpieler, an den dieſe Bemerkung ge⸗ macht wird, runzelt die Stirne und entgegnet:„Wie
Sie wollen, aber ich habe die Rolle nicht ſo auf⸗
gefaßt.“


