Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

25

„Freilich,“ entgegnet der edle Vater, ſeine Priſe ſchnupfend,„ich habe es ſogar drei Mal geſagt.“

„Ach, bitte um Entſchuldigung, mein Lieber, ich hatte es nicht gehört; aber B. iſt Schuld daran: er verſicherte uns, daß er geſtern in der Loge gegen⸗ über von der Bühne auf der zweiten Galerie ein Hündchen geſehen habe, das während eines ganzen Aktes auf den Hinterbeinen ſtand, ſich mit den bei⸗ den vordern gegen die Einfaſſung der Loge ſtützte und ſo dem Stücke aufmerkſam zuhörte. Ah, ah! wie würde ich gelacht haben, wenn ich es geſehen hätte.“

„Nun, fahrt fort in der Probe,“ ſagt der Haupt⸗ regiſſeur;„M., wiederholen Sie gefälligſt das Stich⸗ wort der Madame.“

Der edle Vater deklamirt:„O, meine Tochter, dein Glück allein will ich ja nur.“

Die junge Liebhaberin kommt auf das Stichwort hervor, verſucht ihr Lachen zurückzudrängen, ſieht aber, ſtatt den Schauſpieler, der ihren Vater ſpielt, anzu⸗ ſehen, nach der Loge, die den Abend zuvor das Hündchen beſetzt haben ſoll. Indeſſen ſpricht ſie ihre Rolle:„Da bin ich, Vater, ich habe Ihre geliebten Töne gehört und...““ Sie fängt an zu lachen:„Ah, ah! Mein Gott, mein Gott! wie gerne hätte ich doch das Hündchen geſehen.“

„Madame, das ſteht nicht in Ihrer Rolle,“ ſagt der Verfaſſer.

„Bitte um Entſchuldigung, ſogleich... Ja, mein Vater, ich habe Ihre geliebten Töne gehört!« B., zu welcher Raſſe gehörte der Hund?“ 1