Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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einen Seſſel, das iſt immerhin beſſer, als wenn Beide auf dem Sopha geſeſſen wären; und dann iſt meine Frau unfähig... ich habe Unrecht.

Armer Mann! und in den Stücken, die man gegeben hat, hörte er nur:Frau, Mann, Lieb⸗ haber! Dieſe Worte ſchlagen ihm unaufhörlich an die Ohren.

Jener junge Mann, der in einem fort die Naſe in die Höhe ſtreckt und im Saale herumſieht, ſtatt auf die Bühne zu ſehen, ſucht eine Dame, die ihm Hoffnung machte, daß ſie im Schauſpiel ſein werde. Er ſucht ſie überall, ſeine Augen ſind durch alle Lo⸗ gen, über alle Reihen der Galerien hingeſchweift, aber er ſieht ſie nirgends! Der arme junge Mann iſt troſtlos; um dieſe Dame zu ſehen, iſt er in dieſes Theater gekommenz was kümmern ihn die Stücke, der Geiſt des Verfaſſers und das Talent der Schau⸗ ſpieler; er iſt verliebt!

Während man ſpielt, fragt er ſich, welches Hin⸗ derniß die Dame abhalten konnte, ihr Verſprechen zu halten, und in den heiterſten Momenten des Stücks ſtößt er tiefe Seufzer aus.

Etwas entfernter iſt ebenfalls ein verliebter jun⸗ ger Mann; aber er iſt es in eine Schauſpielerin auf dieſem Theater, die in dem Stücke, das gegeben wird, ſpielt, und ſich in dieſem Augenblick auf der Bühne befindet.

Aber, ſeht auch, welches Feuer in den Blicken dieſes Herrn ſtrahlt, wie er ſich auf ſeinem Platze

Paul de Kock. LXV. 2