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Wenn man eiferſüchtig iſt, ſo iſt man unglück⸗ lich und ſchwach und manchmal auch noch etwas Anderes.
Der eiferſüchtige Gemahl iſt bälder als gewöhn⸗ lich nach Hauſe gekommen: das iſt ein Fehler. Wenn man verheirathet iſt, muß man ſeine Gewohnheiten nicht ändern; die Damen lieben das ſehr.
Der Herr iſt alſo zu bald nach Hauſe gekommen: er hat einen ſeiner Freunde bei ſeiner Frau getroffen, der ſeit einiger Zeit außerordentlich viel Freundſchaſt für ihn hat, aber doch Mittel findet, ihn nur dann zu beſuchen, wenn er abweſend iſt.
Bei ſeiner Ankunft hat der Freund etwas verle⸗ gen ausgeſehen, die Frau geräth in Beſtürzung und ganz nahe bei einem Sopha ſtand ein Seſſel. Der Herr hat nichts merken laſſen, aber er hat Verdacht; er hat nichts zu ſeiner Frau geſagt, aber ein ſehr ausdrucksvolles, mißmuthiges Geſicht gemacht. End⸗ lich iſt er des Abends, verfolgt von jenen unglück⸗ lichen Gedanken, die immer in dem Kopf eines Eifer⸗ ſüchtigen niſten, von Hauſe fort. Er iſt in's Schau⸗ ſpiel gegangen, in der Hoffnung, ſeine Schmerzen zu vergeſſen.
Ihr meint, er höre aufmerkſam dem Stücke zu und er verſteht kein Wort von dem, was die Schau⸗ ſpieler ſprechen; er denkt unaufhörlich an den Seſſel⸗ der ſo nahe bei dem Sopha ſtand.
Dann ſagt er bei ſich:„Gewiß quäle ich mich unnöthig; meine Frau hat wohl das Recht, ſich auf einen Sopha zu ſetzen und mein Freund neben Sie auf


