Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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11. ſehr in Verlegenheit käme, wenn er ſagen ſollte, was man gegeben hat.

Jener Andere hat mit einem Freunde bei einem Gaſtwirthe geſpeist; die Herren ſind heiter geworden und haben dann geſagt:Komm', wir gehen in's Schauſpiel!

Während man ſpielt, plaudern ſie unaufhörlich, lachen, huſten, nießen; es iſt ihnen zu heiß, ſie ſind keine Minute ruhig und gewiß nicht im Stande, das Stück zu beurtheilen, aber von Zeit zu Zeit rufen ſie:Mein Gott, wie ſchlecht! Fragt ſie nachher, was ſie geſehen haben, was man geſpielt hat, und ſie werden in derſelben Verlegenheit ſein wie jener ge⸗ dankenvolle Herr.*

Dort ſteht ein Zuſchauer, der ſehr aufmerkſam ſcheint und ausſieht, als verliere er kein Wort von dem Stücke.

Es iſt ein Mann von etwa dreißig Jahren, ſehr gut gekleidet, ziemlich hübſch, aber ſein Geſicht iſt ernſt, ja ſogar ſtreng.

Ihr meint, dieſer werde im Stande ſein, Abends eine vernünftige Critik über das Stück zu geben, das man aufführt! Ihr täuſcht euch. 3

Der Herr iſt verheirathet; er hat eine Frau, die hübſch und kokett iſt. Es i*ſt ſehr ſelten, daß ſich das Eine ohne das Andere findet, aber wir ſehen auch häßliche Frauen, die kokett ſind.

Der Herr iſt eiferſüchtig, das iſt ein Unglück; mehr als ein Unglück es iſt eine Krankheit; es iſt mehr als eine Krankheit: es iſt eine Schwäche.