Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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Schauſpiel, der Herr geht ſeinerſeits eben ſo oft dahin

und doch trefft ihr euch nie mehr.

Dagegen könnt ihr in kein Theater kommen, ohne

daß ein langweiliger, widerwärtiger, durch ſein Ge⸗ pappel unausſtehlicher Menſch, der unglücklicher Weiſe einmal euer Nachbar wurde, ſich neben euch ſetzt.

Das iſt ebenfalls der Zufall, der dieſes thut, aber 4

er iſt uns nicht immer günſtig.

Ihr meint vielleicht, derſelbe Grund habe alle die Leute, die ihr im Parterre verſammelt ſeht, in dieſen Saal geführt: ſie ſeien gekommen, weil das ange⸗ zeigte Schauſpiel ihnen einen vergnügten Abend ver⸗ ſpreche? Kommt zur Einſicht.

Wie viele ſind unter den Perſonen, die eigentlich wegen der Stücke, die man aufführt, anweſend ſind? Die meiſten kamen aus ganz andern Gründen hier⸗ her!

So z. B. jener Herr, den ihr dort hinten in der Ecke erblicket, hatte eine Zuſammenkunft mit einem Freunde ausgemacht, um von Anlegung einiger Capi⸗ talien zu ſprechen; es iſt für ihn eine wichtige Sache, aber ſein Freund kam nicht. Nachdem er lange Zeit vergeblich gewartet hatte, hat er in dieſem Vier⸗ tel zu Mittag geſpeist, weil es zu ſpät war, nach Hauſe zu gehen, dann iſt er, da er neben dem Thea⸗ ter war, eingetreten, um ſich zu zerſtreuen, ohne nur zu wiſſen, was aufgeführt wird.

Aber anſtatt dem Stück zuzuhören, denkt er im⸗ mer an ſein Geſchäft, an die Anlegung ſeiner Capi⸗ talien, und ich glaube, daß er nach dem Schauſpiel

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