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61 die Frauen, verflucht die jungen Mädchen, und läuft in die Goſſe hinein, obwohl es ihm, da es ſehr ſpät iſt, frei ſteht⸗ die Mitte der Straße einzunehmen.
Einen ganzen Monat lang geht Girardiére nicht aus dem Hauſe. Wenn ſeine alte Mutter ihn wegen des Frauenzimmers, das er heirathen ſoll, fragt⸗ verläßt er ſie ſchnell mit den Worten:„Reden Sie mir nicht mehr vom Heirathen, weder von Frauen, noch von Jungfern... o die Frauen! ich kann ſie nicht ſchmecken(sentir).“
Auf dieſe Worte legt Girardière beſondern Nach⸗ druck, weil er in einem Journal einen Artikel geleſen hat, worin man über dieſen Ausdruck ſcherzte, den ein Schriftſteller gebraucht hat, um den Abſcheu einer Perſon vor einer andern zu ſchildern, allein
Girardieère iſt gleichwie Wailly in ſeinem Wörter⸗
buch der Anſicht, daß sentir ebenſowohl für aper- cevoir(vor Augen ſehen) gebraucht werden könne, ſomit der Ausdruck: ich kann dieſe oder jene Perſon nicht ſchmecken(sentir), ganz richtig bezeichne: ich kann ſie nicht vor Augen ſehen.
Kommen wir auf Girardière zurück, welcher trotz ſeiner Aeußerung, er haſſe die Frauenzimmer, Tag und Nacht an Auguſtine dachte, deren Treuloſigkeit er verfluchte und zu ſich ſagte:„Wie Schadel dieſes junge Mädchen entſprach ganz meiner Anforderung... arbeitſam, gar nicht gefallſüchtig, wenigſtens ließ ſie ſich es nicht anmerken... und, was von ihrer Seite noch am unwürdigſten iſt, iſt, daß ſie ſich ſtellte, als ob ſie mich liebe! Warum behandelt ſie denn mich


