Teil eines Werkes 
1. Theil (1845)
Entstehung
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auf einmal eine ihm ſehr bekannte Stimme in ſeine Ohren dringt: es iſt die Auguſtinens. Er unterſchei⸗ det folgende Worte ſehr gut:Nun, Herr Fractin, Du willſt nicht zu mir kommen 2... wohlan... komm doch, Böſewicht!... Muß ich Dich holen?

O die Treuloſe! o die Unwürdige! murmelt Girardiére, indem er ſeine Stirne an dem Schlüſſel⸗ loche aufritzt,ſie will ihren Geliebten bei ſich haben, er iſt bei ihr, dieſer Fractin, mein ehrloſer Neben⸗ buhler, er iſt Nachts in ihrem Zimmer!

Girardiere erſtickt beinahe; indeſſen holt er Athem und paßt immer auf. Bald hört er etwas Neues, was ſein Herz noch ſchmerzlicher zerreißt: er vernimmt zärtlich wiederholte Küſſe; jetzt kann er ſich nicht mehr halten, entfernt ſich von der Thüre, tappt im Dunkeln nach dem Stiegegeländer und geht ſchnell hinunter, indem er zu ſich ſagt:Ich habe genug... übergenug... ich will nichts weiter vernehmen... Dank der Vorſehung für den Einfall, an der Thüre zu lauſchen... Ich hätte dieſes junge Mädchen ge⸗ heirathet!... ich hätte ſie mit dem innigſten Ver⸗ trauen genomm en, wenn ich nicht gehört hätte, was ſie ihrer Freundin geſagt... Dank dem Himmel!... Lebewohl, Vorſtadt Saint⸗Jacques! man wird mich vort lange nicht mehr ſeh en. 5

Girardiéère geht zum Hauſe hinaus, deſſen Thüre er ziemlich ſtark und nicht ohne Geräuſch wieder ſchließt. Mit großen Schritten durchläuft er die Stra⸗ ßen und ſpricht auf dem ganzen Wege laut mit ſich allein. Er läßt ſeiner Wuth freien Lauf, verflucht