Teil eines Werkes 
1. Theil (1845)
Entstehung
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nur ein ſchwaches Licht(denn das Gas iſt noch nicht in dieſes Viertel gedrungen). Girärdiere ſchleicht ſich an der Mauer fort, indem er immer hinter ſich ſchaut; er erreicht die Hausthüre, drückt die Feder auf und tritt ſtille in's Haus ein.

Das Herz ſchlägt ihm, wie wenn er einen böſen Streich ausführen wollte, und er ſagt bei ſich:Mit Recht vergleicht man einen Verliebten mit einem Dieb

. Wenn man mich in dieſem Augenblick aufgriffe, ſo würde man mich gewiß für einen Dieb halten, ſogar für einen ſchlimmen Dieb! Beim Teufel! wenn ein Hausbewohner auf der Stiege mir begegnete und mir abpaßte, wohin ich gehe... und zwar wegen gar nichts... ich ſollte mich fortmachen... doch nein! ich muß meinen Argwohn aufklären; ich muß wiſſen, ob ich Auguſtine heirathen kann. Wenn ich dieſe Nacht nichts höre, ſo werde ich von Morgen an ſie wieder beſuchen, und wenn ich nach vierzehn Tagen nichts Verdächtiges mehr vernommen, ſo werde ich ihr meine Liebe auf's Neue ſchenken.

Girardieére geht der Stiege zu, tritt ſehr vorſich⸗ tig hinauf, um kein Geräuſch zu machen, hält ſogar den Athem zurück, ſo ſehr fürchtet er, es möchte ſich eine Thüre vor ihm öffnen.

Endlich kommt er im dritten Stock an; ſchon im Hinaufgehen betrachtet er von unten die Thüre von Auguſtinens Zimmer. Es iſt kein Licht darin, ſie iſt alſo ſchon im Bett oder noch bei ihrer Tante; er nähert ſich, hält ſein Ohr an die Thüre und da ihm Alles ſtille ſcheint, ſo will er ſich zurückziehen, als

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