ſie eine Antwort erwartete; dieſer dagegen fängt im⸗ mer ein anderes Geſpräch an und thut, als ob er es nicht verſtünde, worüber die alte Frau ſich ſehr wundert.
Es iſt Zeit, ſich zurückzuziehen. Girardiére ſagt in einem etwas feierlichen Tone:„Gute Nacht, meine Damen!“ und verläßt mit den Andern, welche auf der Straße ſich von ihm trennen, das Haus. Girar⸗ diere ſtellt ſich, als ob er ſeines Weges nach Hauſe fortginge, bleibt aber bald ſtehen und ſpricht bei ſich: „Jedermann iſt fortgegangen, Auguſtine muß ſich nun von dem Zimmer ihrer Tante in das ihrige zurück⸗ gezogen haben; wer weiß, ob ſie nicht dieſen Augen⸗ blick zum Empfange ihres Herrn Fractin wählt!... Wenn ich mich deſſen verſichern könnte... Warum nicht? im Hauſe befindet ſich kein Portier, die Thüre der Hausflur kann man mittelſt einer geheimen Feder, die ich weiß, öffnen. Folglich kann ich mich zu jeder Stunde der Nacht, ohne daß man es merkt, in das Haus hineinmachen. Wenn Alles ſich ſchlafen gelegt hat, ſo werde ich in's Haus zurückkehren, die Stiege ganz ſtill hinaufgehen und mein Ohr an die Thüre von Auguſtinens Zimmer hinhalten. Wenn Jemand bei ihr iſt, ſo muß ich es gewiß hören.“’
Girardière, vergnügt über ſeinen Einfall, geht drei Viertelſtunden lang in der Straße auf und ab; da er denkt, er werde nun auf der Stiege Niemand mehr begegnen, nähert er ſich der Wohnung der Frau Gerbois..
Allees iſt ruhig in der Straße, die Laternen werfen


