Teil eines Werkes 
1. Theil (1845)
Entstehung
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3 57 5 der Lärm, den ich mehrmals in dem Zimmer der Nichte gehört habe, wenn die Tante glaubte, ſie ſei ausgegangen, ohne Zweifel befand ſie ſich dann mit

mit dieſem Herrn Fractin darin... O die Frauen!

o die jungen Mädchen!... Meine liebe Mutter hat mich mit Recht ermahnt, ich ſolle mich nicht über⸗ eilen... wenn ich meinem erſten Gefühle Gehör ge⸗ ſchenkt hätte, ſo würde ich bereits um dieſe Kleine angehalten haben. Ich wäre nun ihr Gemahl.. und ſie würde mich nicht lieben, ſie würde mich verra⸗ then... doch will ich noch als heimlicher Beobachter Beweiſe von der Treuloſigkeit Auguſtinens mir zu verſchaffen ſuchen.

Mit Anbruch des Abends kehrt Girardiére in die Vorſtadt Saint⸗Jacques zurück, mit dem feſten Vor⸗ ſatz, nichts merken zu laſſen und ſeinen Argwohn zu verheimlichen.

Die gewöhnliche Geſellſchaft iſt bei Frau Gerbois verſammelt. Herr Trubert ſpricht nicht mehr als ſonſt, dagegen flüſtern die zwei jungen Mädchen ſich öfters in's Ohr. Unglücklicher Weiſe kann Theophilus ihre Worte nicht auffaſſen; doch der Name Fractin hat abermal ſein Ohr erſchüttert, und Fräulein Au⸗ guſtine brach mehr als einmal in ein Gelächter aus, was unſer Hageſtolz für ſehr unanſtändig hielt.

Frau Gerbois, welche neben Girardiére ſaß, hat das Geſpräch auf das Heirathen geführt und mehr⸗ mals geſagt:Ich würde ſehr vergnügt ſein, meine Nichte verheirathet zu ſehen.

Sofort hielt ſie inne, ſah Girardisre an, als ob