Teil eines Werkes 
1. Theil (1845)
Entstehung
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ihn, ſie ſei in ihn vernarrt!... O, die Heimtückiſche! dieß hätte ich nie von dieſem jungen Mädchen ge⸗ glaubt, welches ſo naiv, ſo offenherzig ausſieht!... Wem darf man denn gegenwärtig trauen! Das Straf⸗ bare dieſer Verbindung laſſen mich ihre letzten Worte vermuthen:Er kommt faſt immer in mein Zimmer, Pru⸗ meine Tante nicht liebt!... das iſt wirklich d all. Die Tante liebt dieſen Herrn nicht, ſie wird ihm den Zutritt zu ihr verboten haben, und nun geht er zu ihrer Nichte! Denn in der That habe ich dieſen Herrn Fractin nie bei Frau Gerbois getroffen! Dieß beunruhigt mich ſehr... man em⸗ pfängt mich gut, man ſtellt ſich entzückt, wenn ich vom Heirathen rede. Sollte irgend ein verbrecheri⸗ ſch r Liebeshandel, irgend ein ſtrafbares früheres Verhältniß vor mir verborgen bleiben! Im Augen⸗ blick möchte ich freilich eine Frau, allein ich will nicht betrogen werden... O, ich werde das Wahre erfah⸗ ren, ich werde all' dieß lichten!

Girardiére hatte eine ſehr unruhige Nacht; er erinnerte ſich noch ſehr lebhaft, wie Fräulein Augu⸗ ſtine bei dem Speiſewirth während des Lercheneſſens einen Seufzer ausgeſtoßen und geſagt hatte:Ach, wenn Herr Fractin da wäre!l er, der die Lerchen ſo ſehr liebt! 8

Mit dieſem Fractin beſchäftigt ſie ſich alſo immer viel, an ihn denkt ſie unaufhörlich! O treuloſe Au⸗ guſtine!

Girardière wendet und dreht ſich im Bett herum und beginnt nach einem Augenblick auf' Neue:Und

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