Teil eines Werkes 
1. Theil (1845)
Entstehung
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Ei, Auguſtine, wie benimmt ſich Herr Fractin gegen Dich?

O, ſehr gut! Er iſt ſehr liebenswürdig!

Nicht wahr, Du liebſt ihn immer?

Ob ich ihn liebe? O, bis zum Wahnſinn.

Ich habe ihn ſchon lange nicht mehr geſehen.

In meinem Zimmer kannſt Du ihn ſehen, er iſt faſt immer dort, weil ihn meine Tante nicht liebt.

Weiter ſprachen die jungen Mädchen nicht davon; allein das Gehörte hat Girardière ſchon den Kopf verrückt. Ein Schauder dringt ihm vom Kopf bis zu den Füßen, das Blut ſchlägt ihm in's Geſicht, er wird purpurroth und weiß nicht mehr, was er ſagt, ſo daß Frau Gerbois ihn fragt, ob er ſich unwohl befinde, ob man Etwas holen ſolle?

Nein, mir fehlt nichts, gar nichts, erwiedert Girardiére, indem er ſeine Verwirrung zu verbergen ſucht; er wirft einen Blick auf Auguſtine, allein das junge Mädchen ſieht auf ihre Arbeit und ſcheint bloß mit ihrem Nähen beſchäftigt.

Den ganzen Abend iſt Girardiere zerſtreut, ein⸗

genommen, nichts weniger als geſprächig, belauert⸗

die geringſten Bewegungen Auguſtinens, lauſcht,

wenn ſie mit ihrer Freundin ſpricht; kurz, er em⸗ pfindet ſchon alle Bangigkeiten der Eiferſucht und iſt

äußerſt unglücklich.

Er entfernt ſich bälder als gewöhnlich, denkt, ſo⸗ bald er allein iſt, über das Geſpräch, das er ver⸗ nommen hat, nach, und ſagt:Was iſt denn das für

ein Fractin? Auguſtine hat immer geſagt, ſie liebe

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