Teil eines Werkes 
1. Theil (1845)
Entstehung
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meine Nachbarinnen im obern Stockwerk, die erſt kurze Zeit in Paris ſind.

Ganz richtig, ſie ſind vom Lande hieher gezoögen.

Das Zimmer der Nichte iſt über dem meinigen, ſie lärmt ſogar ziemlich darin!... ich weiß nicht, ob ſie zu ihrem Vergnügen auf den Abſätzen herum⸗ hüpft und tanzt, aber ich kann deßhalb oft nicht ein⸗ ſchlafen. Uebrigens kann ich Ihnen nicht ſagen, ob dieſe Damen liebenswürdig ſind; ich habe ſie bloß einmal um etwas Feuer gebeten, welches ſie mir unter dem Vorwand, ſie hätten keines, abſchlugen. Man ſieht wohl, daß ſie das Pariſer Leben nicht kennen, denn das iſt weder freundſchaftlich, noch ge⸗ fällig.

Girardière bedankt ſich und verläßt die Nachbarin, welche zum Schwatzen ſehr aufgelegt ſcheint. Er geht die obere Stiege hinauf und klopft an der Thüre. Man öffnet ihm nicht. Indeſſen hört er ein Geräuſch, wie wenn man einen Seſſel von der Stelle rückt. In demſelben Augenblick öffnet ſich eine Thüre vor

ihm und Frau Gerbois zeigt ſich.

Ich bitte ſehr um Verzeihung, ſagt Girardiére, nich war der Meinung, ich klopfte bei Ihnen an. Man hatte mir dieſe Thüre bezeichnet.

Nein, die Thüre, wo Sie anklopften, geht in das Zimmer meiner Nichte: wir ſind durch den Haus⸗ gang getrennt, dieß iſt ſehr unangenehm, allein was iſt in Paricz anders zu thun; man richtet ſich ein, wie man wenn man die Mittel für eine theure

Paul de Kock. XLVII.. 4