meiſtern keine Ehre macht. Er wagt aufzuſchauen und zieht die Naſe hinauf, indem er einen Fuß auf den erſten Tritt ſetzt.
In dieſem Augenblicke läßt eine alte Frau vom erſten Stockwerk, welche ihre Strohmatte auf dem Geländer ihrer Treppe ausſchüttelte, eine Staubwolke und eine Menge Strohhälmchen Girardiere in die Augen fallen, worauf er ſich zurückzieht, die Augen ausreibt und ſagt:„Ich habe mich für heute mit den Oertlichkeiten hinlänglich bekannt gemacht, morgen werde ich zurückkehren und der Frau Gerbois meine Aufwartung machen.“
Am folgenden Tage macht unſer Hageſtolz ſorg⸗ fältig ſeine Toilette und begibt ſich ſofort auf den Weg nach der Vorſtadt Saint⸗Jacques.
Er kennt zwar das Wohnhaus der Damen, die er beſuchen will, ſehr gut, allein er weißt nicht, in welchem Stockwerk ſie logiren. Girardieére geht eine ſchwarze, ſchmutzige Stiege hinauf und klopft an eine Thüre im zweiten Stockwerk.
Eine alte Frau in einem Kamiſol, den Kopf in wenigſtens vier Halstücher eingewickelt, öffnet Girar⸗ diere, welcher nach der Frau Rentnerin Gerbois, die eine Nichte hat, fragt:„Hier wohnt ſie nicht... In⸗„ deſſen wohnt ſie doch in dieſem Haus.“ 4
„Was treibt dieſe Dame?“ 4*
„Was ſie treibt? ich denke, ſie treibt nichts; ſie hat aber eine Nichte, welche Nähterig iſt... eine junge, ſehr intereſſante, ſehr hübſche Prſon.“ „ Ahl richtig... demnach ſind es wahrſcheinlich †


