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Man hält vor einem Hauſe, deſſen Eingang, wie die meiſten der Vorſtadt Saint⸗Jacques, ſchwarz und düſter ausſieht.
„Hier wohnen wir,“ ſagt Frau Gerbois.„Noch habe ich Ihnen für Ihre außerordentliche Gefälligkeit zu danken.“
Girardiére wartet auf eine weitere Einladung, und auf die Erlaubniß, manchmal der Tante und ihrer Nichte einen Beſuch abſtatten zu dürfen. Da man dieß nicht berührt, erkühnt er ſich ſelbſt, darum zu bitten. Die Liebe macht ihn verwegen.
„Mein Herr,“ ſagt die ältere Dame,„meine Nichte und ich nehmen ſehr wenig Beſuche an, weil man in Paris befürchten muß, manchmal in gefährliche Verbindungen zu kommen. Allein Sie ſcheinen mir zu rechtſchaffen, als daß ich Ihnen die erbetene Er⸗ laubniß abſchlagen könnte, und wenn meine Geſell⸗ ſchaft Sie nicht allzuſehr langweilt, ſo ſchmeichle ich mir, mit einem ſo höflichen und ausgezeichneten Manne eine ausgedehntere Bekanntſchaft zu machen.“
Girardiére verbeugt ſich bis auf den Boden, ſo ſehr iſt er über die Aeußerung der Frau Gerbois entzückt, und ſo lange er Complimente macht, ver⸗ lieren ſich die Tante und Die Nichte in dem Haus⸗ öhrn, in welchem ſie ſchon bekannt ſind, und laſſen, die Thüre hinter ſich ſchließend, ihren galanten Ca⸗ valier vor dem Eingang ihres Hauſes ſeine tiefen Complimente fortſetzen.
Als Girardieère bemerkt, daß er bloß noch vor
einer Thüre ſich verbeugt, entſchließt er ſich fortzu⸗
„.


