Teil eines Werkes 
1. Theil (1845)
Entstehung
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ich bin nicht die Frau vom Hauſe; ſie mußte eine kleine Geſchäftsreiſe machen, und hat mich gebeten, während ihrer Abweſenheit die Aufſicht zu führen; ſie wird erſt in zwei Tagen zurückkommen.— Hierüber etwas be⸗

täubt, entſchuldige ich mich, und entferne mich mit dem

Vorſatz, am nächſtfolgenden Tag in das Kaffeehaus zurückzukehren. Wirklich gehe ich auch dahin. Die Eigenthümerin des Kaffeehauſes, eine Wittwe, war zurückgekommen! Ach, gerechter Gott, welcher Unter⸗ ſchied! Ich ſehe am Zahltiſche eine ſchauerliche Frau, die wenigſtens fünfzig Jahre alt war und einen Kropf hatte!... Ich flüchtete mich fort, ohne etwas zu mir zu nehmen.“

„Ach! ach! armer Girardieére!... es iſt gewiß nicht meine Schuld... ich hatte eine hübſche Limo⸗ nadehändlerin geſehen, man ſagte mir: die Frau des Hauſes ſuche einen Mann.. ich konnte nicht ahnen, daß dieß eine andere ſei. Gleichviel, ich werde Ihnen etwas Anderes ſuchen und zu wiſſen thun. Zählen Sie auf mich.“

„Ich danke verbindlichſt.. ich ſehe mich eben ſo gerne allein um, und will Ihnen dieſe Mühe er⸗ ſparen.“

Der junge Mann entfernt ſich lachend und Gi⸗ rardiere ſetzt ſich wieder zum Mittageſſen nieder, in⸗ dem er zu ſich ſelbſt ſagt:„Ich habe genug an ſeinen Gefälligkeiten, er ſucht mir Frauenzimmer, damit ich ihm auftiſchen ſolle; er ſchickt mich zu Perſonen, die nicht verſtehen, was ich ſagen will; gibt mir falſche Adreſſen!.. Nein, ich werde von nun an meine