Teil eines Werkes 
1. Theil (1845)
Entstehung
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ſchon lange, ich weiß, daß Sie eim rechtſchaffener Mann ſind, und da meine Tochter ſehr vernünftig

ſiſt, ſo iſt es nicht unmöglich, daß Sie ihr gefallen.

Girardiere iſt vor Freude außer ſich; er möchte ſich gerne in die Arme Herrn Grandvillains werfen; da aber dieſer gerade ein brennendes Scheit mit der Feuerzange hielt, ſo unterdrückt er, aus Furcht, wie⸗ der einen Bock zu machen, ſein Entzücken..

In dieſem Augenblick tritt Fräulein Helene in⸗ den Salon ein; ſie iſt ein junges Mädchen, begabt mit jener glücklichen Gemüthsart, die nichts betrübt, nichts quält, luſtig, ſorglos, nicht verliebt; mit einem Herzen, das noch für Niemand ſchlägt, dachte ſie nur an das Vergnügen des Augenblicks, erinnerte ſich nicht an geſtern und bekümmerte ſich nicht um morgen. Sie war hübſch, das wußte ſie, weil man es ihr oft wiederholt hatte, aber ſie war nicht ge⸗ ſallſüchtig, weil ſie gegen Alle gleichgültig war. Ein junger Mann, der ſie ſchmachtend anſah, brachte ſie zum Lachen; wenn man ihre Hand ergriff, rief ſie: Sie thun mir weh. Wenn man ihr auf dem Fuße nachging, wurde ſie böſe. Einige hielten Fräulein Grandvillain für ſehr dumm; allein jedenfalls machte

der Ausdruck von Einfalt, den man in ihren ſchönen

Augen fand, noch ihren Reiz vermehren, beſonders in einer Zeit, wo die einfältigen Frauenzimmer ſo ſelten ſind..

Bei einer ſolcher Gemüthsart nimmt man einen Gatten, ohne darauf zu achten, ob er jung oder alt, ſchön oder häßlich iſt, man heirathet, um im Braut⸗