Drittes Kapitel.— Eine Anfrage.
Indeß machte Girardieère ſchon nach einigen Ta⸗ gen, nachdem er ſich ſorgfältig angekleidet und auf⸗ geputzt hatte, ſeine Aufwartung bei einem ſehr rei⸗ chen vormaligen Handelsmann, der eine Tochter von achtzehn Jahren mit ſchönen ſchwarzen Augen, einem kleinen Munde, einer kleinen Hand und kleinen Füßen hatte, die aber eben nicht für ſehr geiſtreich galt.
Nach einer ziemlich gehaltloſen Unterhaltung, wie das meiſtens zwiſchen zwei geiſtloſen Perſonen der Fall iſt, wagte Girardiere mit einem dreiſten Tone folgende Frage:„Herr Grandvillain, Sie haben gewiß ſchon ſeit einiger Zeit erfahren, daß ich den Entſchluß gefaßt habe, zu heirathen.“
Herr Grandvillain(das war der Vater des Fräu⸗ leins) ſchüttelte den Kopf, wandte ſich zu ſeiner Frau⸗ die ein kleines Bologneſerhündchen liebkoste, das ſie auf dem Schooße hatte und ſagte zu ihr:„Meine Liebe, haſt Du gehört, daß Herr Girardiére heira⸗ then will?“
Die Dame richtet ſich auf, ſucht ihr Nastuch hin⸗ ter ſich, langt ihre Doſe auf dem Kamin und ant⸗ wortet endlich:„Azor ißt ſeit geſtern nichts, er ſchlägt ſogar den Zucker, den er ſo ſehr liebt, aus; ich be⸗ fürchte, er möchte krank ſein.“
Herr Grandvillain, der ſeine Frau mit ihrem Hündchen vollauf beſchäftigt ſieht, hält es für unnö⸗
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