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„Nun, mein Söhnchen, ſprich, ich will hören.. Du willſt mir vielleicht irgend ein pikantes Abenteuer, deſ⸗ ſen Held Du biſt, erzählen... Ah, ah, Böſewicht!...“
Girardiere lächelte und ſtreichelte ſein Kinn; er hörte es immer ſehr gerne, wenn man ihn„Böſe⸗ wicht“ nannte, obwohl er vom Gegentheil überzeugt war. Indeß antwortete er ihr:„Nein, liebe Mama,
nein, es handelt ſich nicht davon! Es iſt etwas viel.
Ernſthafteres, ſogar etwas Wichtiges; mit Einem Wort, ich will es Ihnen ſagen: mich wandelt die Luſt zum Heirathen an.“
„ Du heirathen, Du!“ ſagte die gute Alte, einen Schrei der Ueberraſchung ausſtoßend.„Ach mein Gott! was iſt das für ein Gedanke.. heirathen! Du, der Du ſagteſt, Du wolleſt immerfort Deine Freiheit behalten... Du, der Du ſo glücklich biſt...
Du, der Du ſo viel Vergnügen genießeſt... ſo viele
Eroberungen machſt!...“
*„Ja, ich weiß das Alles ſehr gut, allein man wird am Ende des Junggeſellenlebens überdrüſſig... All dieſe vorübergehenden Liebſchaften...'s iſt wohl ſchön, gewiß; allein im Herzen bleibt doch eine Lücke offen, während, wenn man eine Frau hat, Kinder, die Einen liebkoſen, Einem einen neuen Ge⸗ nuß gewähren... das Work Familienvater iſt gewiß
ſehr ehrwürdig, und, meiner Treu, ich habe ernſt⸗
lich Luſt, Andern nachzumachen.. „Du kannſt heirathen, wenn es Dir beliebt, ich
hindere Dich nicht daran; den es hat keine Eile⸗
Du haſt wohl noch Zeit...„


