Teil eines Werkes 
1. Theil (1845)
Entstehung
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Mahle waren der Lohn für ſeine Unbeſonnenheiten. Wenn er von einer hübſchen Dame ſtark gekneipt wurde, beeilte ſich Theophilus, bei ſeiner Rückkunft nach Haus ſeinen Frack auszuziehen und ſeinen Arm zu betrachten.

Dann ſagte er zu ſich ſelbſt:Da iſt ein Mahl! o, ſie hat mich ſtark gekneipt... ſie will offenbar haben, daß ich ein Merkmal von ihr trage.. O die Bösartige!....

Dieß waren die einzigen Gunſtbezeugungen, de⸗ ren ſich Girardière rühmen konnte.

Wir wollen indeß nicht behaupten, daß dieſer verliebte Mann den Freuden der Liebe ganz fremd wäre. Er hatte einige Liebſchaften gehabt, allein ſolche, die man nicht in Geſellſchaften einführen kann, und deren Eroberung anzuführen unmöglich iſt. Mit Geld und Geſchenken gelang es ihm, eine Dame in das Schauſpiel oder zu einem Speiſewirth zu führen; an ſolchen Tagen hütete er ſich wohl, ein Gefährt zu nehmen, denn er wollte mit einer Dame am Arme zangetroffen werden..

Bei Verbindungen, wo der glühende Girardieère Gegenliebe vermuthete, hatte er beſtändig Unglück gehabt. Wenn er nach vierzehntägiger Bekanntſchaft zu ſich ſelbſt ſagte:Ich glaube, ich werde wegen meiner Perſönlichkeit geliebt; ſie wäre mir treu, ſelbſt wenn ich arm wäre! ſo erhielt er bald darauf ein Billetchen des Inhalts:Es thut mir leid, unſer Verhältniß nicht länger fortſetzen zu können; allein ich muß an meine Zukunft denken! Ein ſehr recht⸗