Teil eines Werkes 
1. Theil (1845)
Entstehung
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nur luſtig, mein Kind, benütze Deine Jugend... Du biſt hübſch genug, um Eroberungen zu machen. Glauben Sie? antwortete Theophilus mit ei⸗ ner Miene, als ob er ſagen wollte: ich bin ganz Ihrer Anſicht. Ob ich es glaube 2... hm... Schelm! Du wirſt wohl wiſſen, daß ich Recht habe; um Eines nur bitte ich Dich, mein Söhnchen, ſtürze Dich nicht in zu gefährliche Abenteuer! Denn, ſiehſt Du, die Ehe⸗ gatten ſind nicht gar ſehr erfreut über... Du ver⸗ hehf mich... und ferner, komme nicht zu ſpät nach Hauſe, ich bitte Dich, mein Söhnchen; die Straßen in Paris ſind nicht immer ſicher. Girardiéère beruhigte ſeine Mutter und entfernte ſich ganz vergnügt über ihre Aeußerungen; es klang gar ſüß in ſeinen Ohren, nochmein Söhnchen ge⸗ nannt zu werden, ungeachtet er ſehr groß und ſtark war; gerne hörte er ſeine Mutter ſagen, er ſolle ſeine Jugend benützen, obwohl er bereits ſechsund⸗ dreißig Jahre alt war, und wie wenn ihn dieß wirk⸗ lich verjüngt hätte, ging er ſingend wie ein Knabe die Stiege hinunter, machte manchmal einen dreiſten

Sprung über drei Stufen auf einmal, und zwar 5 deßhalb, weil ihn ſeine Muttermein Söhmhen nannte.

Allein trotz der vortheilhaften Meinung, welche Frau Girardiere von ihrem Sohne hatte, war dieſer bei den Damen nicht glücklicher; ſeine Triumphe be⸗

ſchränkten ſich auf einige Fächerſtgeiche: mehrere blaue

Paul de Kock. XLVI. 3 2 8