Teil eines Werkes 
1. Theil (1845)
Entstehung
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Touloure, erlaube mir, ich will Dich lateiniſch lehren. Laſſen Sie mich doch gehen, Sie ſind Schuld, wenn mir die Saucen mißrathen.Sprich doch mit mir: amo... amas... amat... ich küſſe Dich für Deine Mühe.Da ſchaut einmal an! darf ein. kleiner Knabe in Ihrem Alter ſchon an das Küſſen der Mädchen denken?Du weißt nicht, Tourloure, daß: formosum pastor Coridon ardebac Alexin. Nein, ich kenne all' dieſe Leute nicht; aber ſo viel weiß ich, daß, wenn Sie mich nicht in Ruhe laſſen, mein Braten anbrennen wird und Ihre Eltern mich zanken werden.Um ſie zu beſänftigen, ſage ihnen nur, wenn Du Deine Tauben hineinträgſt: Jus hoc est coena; mein Vater wird große Augen dazu machen und ſich ſehr ergötzen.Jus hoc... ach mein Gott, ich kann unmöglich dieſe Worte behalten!

Während die dicke Magd das Gemüſe zubereitete, murmelte ſie unaufhörlich: Jus... hoc.,. Jus... coq .. ſo iſt's recht.

Die Zeit zum Mittageſſen kam, Alle ſaßen am Tiſche, da riß die dicke Köchin, während ſie ihren Braten auftrug, den Mund furchtbar auf und fing zu ſchreien an:Jus.. jus!... Weiter konnte ſie nicht ſagen; die Mutter des kleinen Girardière un⸗ terbrach ſie mit den Worten:Es iſt gut, Tourloure, es iſt genug an einem ſolchem jus.

Die Tauben waren angebrannt, der Spinat zu viel geſalzen, der Rahm fehlte ganz. Man zankte die Köchin tüchtig aus, welche zu ihrer Entſchuldigung antwortete:Ihr Herr Sohn iſt Schuld daran; er