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Maria oder die Tochter des Unglüks : Etwas mehr als Roman / Aus dem Französischen von dem Verfasser von Friedrich
Entstehung
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geſchmackvoll. Wir beſuchten dieſen Ort nie, ohne ihm den Tribut unſerer Thraͤnen zu weihen.

Bald nach dieſem trauervollen Verluſt, gebahr Maria einen Sohn; an dem ſie die Pflichten einer guten Mutter im weiteſten Umfang des Worts erfuͤllen wollte; ſie ſtill⸗ te ihn ſelbſt, und wollte ihr Kind keinen fremden Haͤnden anvertrauen. Dieſe ſuͤßen Muttergeſchaͤfte machten eine angenehme Zer⸗ ſtreuung fuͤr ihren Kummer. Der neugebohr⸗ ne Sohn wurde ein neuer Gegenſtand unſerer Pflege und unſerer Sorgen; er heilte allmaͤh⸗ lig auch unſere Wunden.

Zu dieſer Zeit erhielt ich wieder einen Brief von Mariens Mutter; er lag in einem kleinen Kaͤſtchen, das mehrere Diamanten ent⸗ hielt, deren Werth ohngefaͤhr auf zwei tau⸗ ſend Thaler zu ſchaͤtzen war. In dieſem Briefe billigte ſie alles, was ich fuͤr Ma⸗ riens Vermaͤhlung gethan hatte. Sie kannte Dormond und gab meiner Wahl ihren un⸗ eingeſchraͤnkten Beifall, Noch vmmal em⸗