war einſt dein Retter. Ohne ſeine Großmuth wuͤrde dein ungluͤcklicher Vater jetzt nicht den Troſt haben, dich an ſeinen Buſen zu druͤcken. Du ſollteſt nicht weinen uͤber meinen Tod, denn er endigt ja meine Leiden. Weine uͤber deine Geburt, die ſo viele Leiden uͤber deine Familie brachte. Ich bin weniger zu beklagen, als dei⸗ ne Mutter, denn ich ſterbe bei dir; aber keine
kindliche Liebkoſungen, keine Zaͤrtlichkeiten wer⸗ 8
den den muͤtterlichen Schmerz heilen. Ein wei⸗ ter Zwiſchenraum hat euch getrennt. Du ſiehſt, meine Tochter, welche Folgen eine einzige vor⸗ uͤbergehende Verirrung gehabt hat, und wie hart der Menſch, fruͤh oder ſpaͤt, geſtraft wird, wenn er ſich verleiten laͤßt, ſeinen Pflichten untreu zu werden. Die Vorſicht iſt gerecht. Wir duͤrfen gegen ihren Willen nicht murren. Ich empfehle dir und deinem Gemahl meinen ehrlichen, recht⸗ ſchaffenen Vater. Eure Liebe, eure Sorgen werden ſeine letzten Tage verſchoͤnern. Vergeßt nie, was ihr der Frau von Ponty ſchuldig ſeyd; ihr habt große Schulden zu bezahlen. Lebt wohl; ich gehe voran— in die Ewigkeit; ich


