„ koͤnnen Sie dem Manne anvertrauen, „von dem Sie dieſe Zeilen erhalten; es „ wird ſicher in meine Haͤnde gerathen. „Leben Sie wohl, meine Tochter—— „ meine Thraͤnen haben dieß Blatt benetzt „.... empfangen Sie meinen letzten
8, Kuß!* 8 5„ M. T.
Maria nahm dieſes Billet, druͤckte es 5 4 voll Ehrfurcht an ihre Lippen und uͤberſtroͤmte es mit den wehmuͤthigſten Thraͤnen. Keiner wurde durch dieß rüͤhrende Schauſpiel tiefer erſchuͤttert, als mein ungluͤcklicher Sohn; denn
es weckte in ſeiner Seele die angenehmſten und
ſchmerzlichſten Erinnerungen zugleich. Wir alle nahmen Theil an dieſen Empfindungen. Scchon den folgenden Tag ſorgte ich da⸗ fͤr, daß die Befehle von Mariens Mutter paͤnktlich erfuͤllt wurden. Ich bat einen be⸗ ruͤhmten Mahler um ſeine Dienſte. Wir wur⸗ den eins um den Preis, und der Mahler mach⸗ ch noch an demſelben Tage an ſeine Ar⸗ Sie war in wenigen Tagen geendiget.


