Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchen (1846)
Entstehung
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O, mein Bruder! Allah ſey geprieſen, daß ich dieſen theuern Namen ansſprechen kann. Nun kann ſich das Herz meines Vaters freuen, daß er den lange ge⸗ wünſchten Sohn endlich gefunden hat. Bereits giebt mein Herz ſchon etwas von der Liebe, die unſer Vater allein forderte, an Dich ab, mein Bruder, ſagte ſie mit einem ſanften Lächeln, das durch ihre herabfallenden Freudenthränen durchblickte.

Die Häuptlinge hatten ſich artig in einige Entfer⸗ nung zurückgezogen, um Arslan Gherrei nicht in ſeinen Gefühlen von Glück zu ſtören; ſie blickten jedoch mit innigſtem Intereſſe auf den einſt ſo ſtrengen, finſteren Kämpen ihres Landes, der nun in Rührung zerſchmolz, als er auf ſeinen neu gefundenen, tapferen Sohn blickte.

Der Hadji war ebenfalls ſehr erfreut.Ich wußte, mein Freund,daß nur ein edler Vater einen ſo tapfe⸗ ren Sohn, wie mein junger Freund Selem Gherrei iſt, beſitzen konnte. Sagt, Krieger, ſind Sie einander nicht gegenſeitig werth?

Ja, ja! Möge Allah unſerem tapferen Kämpen Arslan Gherrei und ſeinem wackeren Sohne, dem jungen Selem, ein langes und glückliches Leben verleihen, riefen die verſammelten Krieger aus.Selem Gherrei lebe hoch! wiederhallte durch den Wald, als ſie in einem kriegeriſchen Zuge weiter marſchirten, und Jeder im Vorbeigehen Selem und ſeinen ſtolzen, glücklichen Vater die Hand drückte; auch konnten ſie ſich nicht verſagen, einen bewundernden, aber ehrerbietigen Blick auf die ſchöne Ina zu werfen, die neben ihrem neu gefundenen Bruder ſtand, und ſich auf ſeinen Arm ſtützte.

Dann erſcholl der Geſang eines wandernden Sän⸗ gers, der durch die ſchnell verbreitete Nachricht von der Erſtürmung des Forts angezogen, ſich hierher begeben hatte, um den Sieg durch ſeine Mühe zu verherrlichen; und hier fand er einen Stoff, der ſeiner Leier wohl werth war, Nachdem er dieſe geſtimmt hatte, brach er in eine