Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchen (1846)
Entstehung
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mein Sohn, ſo vergeſſe Deinen Vater nicht und ruhe nicht bis Du dieſe verfluchten Giaours von unſeren Küſten vertrieben haſt. Denke oder träume bis dorthin nicht von Frieden; der Geiſt Deines Vaters wird ſo lange keine Ruhe in ſeinem Grabe finden. Laſſe keine Gelegenheit unbenutzt vorübergehen, die Urus anzugreifen. Jeden Morgen, wenn Du erwachſt, denke noch vor dem Morgengebet daran, wie Du ihren Untergang herbei⸗ führen kannſt.

Mit ſolchen Worten ſuchte er den Weg kurzweilig zu machen; und als Jvan herbeiritt rief er:

Ah, mein tapferer Junge, ich ſtelle Ihnen den Sohn vor, von welchem ich Ihnen ſprach; mögen Sie Brüder in der Liebe wie in edeln Waffenthaten ſeyn.

Die jungen Männer ſchüttelten ſich freimüthig die Hände zum Bunde ihrer Freundſchaft und Brüderſchaft.

Gegen Abend war die ganze kleine Armee, ſowohl Reiter als Fußmannſchaft in dem oben erwähnten Thale verſammelt; ſie trafen hier ſchon vierhundert Mann, welche von den benachbarten Weilern geſammelt waren, ſo daß der Hadji ſich an der Spitze von tauſend Streitern befand. Er hielt nun eine Anrede an dieſelben, und die Bekanntmachung des beabſichtigten Zweckes der Expedition wurde mit lautem Beifallsgeſchrei aufgenommen.

Dieſes Beifallsrufen wärmt mein Herzblut, rief der Hadji.Dieß höre ich gern, und nun Männer der Atteghei müſſen wir mit Grabesſtille zu Werk gehen, und ſo vorſichtig wie der Luchs. Wir wollen unſere Pferde und Gewehre hier laſſen und ſehen, ob tſcherkeſ⸗ ſiſcher Stahl nicht beſſer iſt als ruſſiſches Blei.

Wiederholtes Rufen verkündete den Beifall der Bande zu dieſem Vorſchlage. Die Thätigeren und Be⸗ kannteren wurden nun in vier Abtheilungen getheilt, jede von ungefähr hundert und fünfzig Mann, die alles Gepäck ablegten und nur ihre Schwerter und ihre langen, breiten Dolche behielten. Der Hadji ſelbſt ſetzte ſich an die Spitze einer Bande, und ſein Sohn Alp führte