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Junge und ich verdanke ihm viel. Ich überlaſſe ihn deßhalb mit der Erlaubniß Ihres Vaters Ihrer gütigen Sorge, er wird Ihnen ſo ergeben ſeyn, als er es mir war.“
„Gern will ich Ihre Wünſche befolgen, edler Frem⸗ der,“ entgegnete Ina;„denn es iſt ein artiger Knabe, und ich werde ihn mehr wie einen Bruder als wie einen Diener behandeln.“
„Ich danke Ihnen für Ihre Güte, Fräulein,“ ant⸗ wortete Ivan.„Höre Conrin,“ fügte er bei, indem er den Knaben rief,„ich laſſe Dich während meiner Abwe⸗ ſenheit zum Dienſte dieſes Fräuleins zurück, dieſe Aufgabe wird Dir beſſer gefallen als mir ins Feld zu folgen. Lebe wohl! Mögeſt Du unter ihrer gütigen Sorge ſo glücklich ſeyn, als Du es verdienſt.“
Der Knabe ſenkte betrübt den Blick.
„Noch einmal leben Sie wohl, Fräulein,“ ſagte Ivan, indem er ſich verneigte. Dann beſtieg er ſein Pferd und begleitete den Häuptling, um die Parthie des Hadji einzuholen, die nun ſchon einen bedeutenden Vor⸗ ſprung hatte. 1
Unſer Held ritt an die Seite des Hadji, der ganz begeiſtert war, ſich wieder an der Spitze einer großen, wohl ausgerüſteten Bande zu ſehen. Auf der anderen Seite ritt ſein Sohn Alp, dem er Unterricht und Be⸗ lehrung über die Kriegskunſt gab, wie er ſie in Egypten ausüben ſah; denn er war ein hoher Bewunderer des tapferen Paſcha Mahomed Ali, der nach Hadji's Mei⸗ nung, wenn ihm nicht durch die Europäiſchen Mächte die Hände gebunden wären, die ruſſiſchen Eroberer vor den Thoren Moskau's ſelbſt bedrohen würde, ſtatt ein Unterthan der Pforte zu bleiben.
„Es iſt ein Glück für Dich, daß Du in Zeiten, wie dieſe ſind, geboren biſt, wo ſo wenig Ausſicht auf Frieden vorhanden iſt, da Du von Jugend auf für den Krieg erzogen wurdeſt, wirſt Du ein großer Führer werden,“ ſagte der alte Krieger.„Und ſollte ich fallen


