Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchen (1846)
Entstehung
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179.

Conrin herbei, der ihn ängſtlich aus einiger Entfernung beobachtet hatte, während er ſich mit Ina unterhielt. Die Stirne des Knaben war mit einer Röthe überzogen, wie wenn er auf einem Fehler ertappt worden wäre, und in ſeinen Augen war ein Ausdruck von Unzufrie⸗ denheit.

Ah, mein ergebener Conrin, ſagte Ivan,ich muß Dich auf einige Zeit verlaſſen; Du biſt zu jung um eine ſo gewagte Unternehmung mitzumachen. Ich möchte Dein Leben nicht wieder den Gefahren eines ſolchen wilden Kampfes ausſetzen.

O! verachten Sie meine Dienſte nicht, Herr, ſagte der Knabe mit einem flehenden Blicke.Bin ich ein einziges Mal Ihren Befehlen ungehorſam geweſen? Habe ich etwas gethan, das Ihnen mißfällt, weil Sie mich unter Fremden zurücklaſſen wollen, während Sie Gefahren ausgeſetzt ſind? Verrieth ich Furcht, als Sie die Koſacken⸗Reiterei angriffen?

Nein Knabe, in der That nicht, antwortete Ivan mit Nachdruck.An jenem Tage verdankte ich Dir mein Leben, und ich wäre undankbar, wenn ich mich nicht be⸗ ſtreben würde, das Deinige zu beſchützen; aus dieſem Grunde möͤchte ich Dich hier in Sicherheit zurücklaſſen.

Was kümmert mich aber mein Leben, wenn das Ihrige in Gefahr iſt, antwortete Conrin.Glauben Sie, Herr, ich werde Sie überleben, wenn Sie um⸗ kommen?

Du biſt zu ſehr aufgeregt, Knabe, erwiederte Ivan.Ich bin Dir für Deine Zuneigung dankbar; Du wirſt jedoch Jedermann gütig gegen Dich finden, und Viele werden Dich lieben und beſchützen. Ich weiß, das Javis Dich liebt und Dich mit ſeinem eigenen Leben beſchützen würde, bis Du ſtark genug wäreſt, um Dich ſelbſt zu beſchützen.

Javis liebt mich! ſagte der Knabe verdrüßlich; was iſt aber ſeine Liebe gegen die Ihrige? Laſſen Sie

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