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„Edler Fremder,“ ſagte Ina mit zitternder Stimme, „ich wollte Ihnen für die unſchätzbare Wohlthat danken, die Sie mir erwieſen, indem Sie meinen edeln Vater aus den Händen der Feinde erretteten. Auch ich ver⸗ dankte Ihrer Tapferkeit meine Rettung, als ich nahe daran war, in die Hände unſerer Feinde zu fallen. Ich kann Ihnen nur mit Gebeten zum Himmel für Ihre Sicher⸗ heit vergelten; und darum werde ich auch Allah bitten.“
„Fräulein,“ erwiederte Ivan,„Gebete von dieſen ſauften Lippen werden mein Herz ermuthigen; ich bitte Sie jedoch, nicht zu denken, daß Sie mir Dankbar⸗ keit ſchuldig ſind. Es war blos die Vollziehung eines Gelübdes, das ich dem Himmel gethan habe, unſeren Feinden Schaden zuzufügen, wo ich es immer thun kann; und bis jetzt bin ich noch nicht werth, unter die Krieger der Atteghei gezählt zu werden.“
„O, ja, gewiß Sie ſind werth einer der tapferſten genannt zu werden,“ erwiederte Ina;„denn wer könnte edler fechten als Sie es thaten?“
B„Nein Fräulein, ich kann jetzt dieſe Ehre noch nicht verlangen; Ihr Gebet wird aber meine Arme ſtärken, um dieſelbe zu erreichen,“ antwortete unſer Held.„Ich muß nun weiter, denn ſehen Sie, die Herren beſteigen ihre Pferde. Fräulein, leben Sie wohl.“
„Leben Sie wohl!“ antwortete Ina;„und möge Ihnen der Himmel günſtig ſeyn und Sie vor Gefahr beſchützen.“
„Und möge Allah auch mein Kind beſchützen,“ fügte ihr Vater bei, indem er vortrat.„Ich dachte, meine theure Ina, welch großer Segen ein ſolcher Sohn wäre, wie dieſer tapfere Jüngling; aber Allahs Wille geſchehe! Ich muß nun auch eilen, mein Gefolge zu führen. Lebe⸗ wohl mein Kind.“
Er beſtieg ſein Kampfroß und jagte der Cavaleade im Galopp nach, während ſeine Tochter ihm mit einem gerührten, ängſtlichen Blicke folgte.
Als Ivan forteilte, um ſein Pferd zu beſteigen, kam
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