gen Tagen gehört, als ſie durch die Reiterei der Berge angegriffen worden waren.
Das Knallen der Kanonen hatte aufgehört; man hörte ſodann das Geſchrei der ruſſiſchen Soldaten und dieſem folgte ein durchbohrendes Schreien um Gnade und das Geſchrei der Todesangſt und Verzweiflung, wel⸗ ches durch den lauten Ruf„Allah, Allah,“ der von allen Seiten ertönte, übertäubt wurde. Nun war ein augenblickliches Stillſchweigen, dann ein Geräuſch von Fußtritten, wie von Männern, die in einem verzweifel⸗ ten Kampfe begriffen ſind. Selbſt dem, der die Furcht vor dem Tode bereits abgelegt hatte, ſchlug das Herz ſchneller, und ſtockte beinahe der Athem. Das Geſchrei kam bis dicht an das Gefängniß und die Blitze der Flin⸗ ten erleuchteten die Wände des Zimmers. Das fremde eigenthümliche Geräuſch wurde verwirrter; das Knallen der Gewehre hörte auf bis auf wenige vereinzelte Schüſſe, und auch das Geſchrei der Kämpfenden gieng vorüber.
Da Thaddeus die Lokalitäten des Forts nur wenig kannte, ſo konnte er nicht entdecken, welche Richtung die Kämpfenden eingeſchlagen hatten, als er wieder das Geräuſch von Fußtritten einer Abtheilung Männer hörte, die ſich gegen ſein Gefängniß bewegten. In dem Augen⸗ blick hörte er auch ein lautes und lebhaftes Musketen⸗ feuer, und er ſchloß, daß eine Abtheilung Ruſſen von ihrem Rückzuge an die Küſte abgeſchnitten worden ſey, ſich in irgend ein feſtes Gebäude geworfen habe und ſich verzweifelt vertheidige. Sie ſchienen Erfolg zu haben, denn das Feuern nahm zu; hierauf entſtand wieder eine unheildrohende Pauſe, welcher eine furchtbare Exploſion folgte, wie wenn ein gewaltiges Erdbeben die Erde er⸗ ſchüttert hätte; die Mauern des Gefängniſſes wurden in ihrem Fundament gerüttelt; die Thüre flog auf und das Zimmer ſtürzte ein und begrub den Gefangenen unter ſeinen Trümmern.


