Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchen (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ſtig. Dieſe Lage war hauptſächlich deßhalb gewählt worden, weil in der Nähe eine Bucht war, in der die Kriegsſchiffe Schutz fanden.

Als ſie das Ufer erreicht hatten befahl der Graf Thaddeus in ſtrenge Haft in das Fort zu bringen, wäh⸗ rend er ſelbſt umhergieng um die Feſtungswerke zu be⸗ ſichtigen. Die Verſtärkungsmannſchaft, die er mitgebracht hatte, war dem commandirenden Officiere ſehr willkom⸗ men; der ſich ſehr über die geringe Garniſon beklagte, die man ihm zum Schutze des Forts gegeben hatte.

Der Graf benachrichtigte diefen ſofort, daß der Ge⸗ fangene, den er mit ſich gebracht habe, den nächſten Morgen bei Tagesanbruch auf Befehl des Gouverneurs von Ghelendjik erſchoſſen werden ſolle; er zeigte ihm den ſchriftlichen Befehl des Barons und gab ihm den Wunſch zu erkennen, daß er Lieutenant Stanisloff mit dem Schickſale, das ihm bevorſtand bekannt machen möge.

Der Gouverneur blickte mitleidig auf Thaddeus als er ihm die Botſchaft des Gouverneurs überbrachte, dieſer empfieng ſie aber ohne eine Bewegung zu verrathen und richtete folgende Worte an den Officier:

Ich fordere Sie auf meinen Namen zu verthei⸗ digen, wenn Sie etwas Nachtheiliges über mich reden hören ſollten; ſagen Sie daß ich meiner Fahne und meinem Eide getreu ſtarb. Dieß iſt alles um was ich Sie bitte.. 4

Ich werde mein Möoͤglichſtes thun um Ihren Cha⸗ rakter zu vertheidigen, ſagte der Officier.

Leben Sie wohl! rief Thaddeus,bis morgen früh. Verſchieben Sie die Execution wo möglich bis die Sonne aufgeht. Ich möchte noch einmal dieſes glänzende Geſtirn ſehen, ſeine Strahlen werden meine Kräfte ſtärken

Es ſoll nach Ihren Wünſchen geſchehen, wenn es mir möglich iſt es ſo einzurichten, erwiederte der Offi⸗ cier als er ſich aus dem Gefängniſſe entfernte, und Thad⸗