Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchen (1846)
Entstehung
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Zeit war jedoch das Kaffeehaus wieder angefüllt. Es bildeten ſich größere und kleinere Gruppen, welche ihre Pfeifen ſtoppten, und ſich, während ſie das wohlriechende Kraut rauchten, über verſchiedene Gegenſtände in ernſtem und feierlichem Tone unterhielten. Hier bildete eine Gruppe Lauſchender einen Kreis um einen jener Mährchen⸗Er⸗ zähler, welche in jedem türkiſchen Kaffeehauſe anzutreffen ſind, hörten begierig den wunderbaren Geſchichten, die er erzählte, zu, und drückten ihre Zufriedenheit durch lautes Beifallruf en aus.

Ivan und ſeine Gefährten hatten ſich noch nicht lange niedergelaſſen als eine dampfende Schüſſel mit Pilau und andere türkiſche Leckerbiſſen vor ſie hingeſtellt wurden.. 1

Während er und ſeine Freunde ihr Mahl verzehr⸗ ten, hatte ſich eine Geſellſchaft von Männern in ihrer Nähe niedergelaſſen; bei dem Klang ihrer Sprache ſchlug ſein Herz mit dem größten Intereſſe und Vergnügen. Er hielt den Athem an ſich und lauſchte begierig. Er konnte ſich nicht irren, ſie redeten die Sprache, die er fruͤher nur aus dem Munde einer ſehr geliebten Perſon ſeiner Mutter gehört hatte. Dieſe Tone ſchlugen eine neue Saite ſeines Gefühles an. Es war ſeine Lan⸗ desſprache. Welchen Sturm von Empfindungen erweckten dieſe Worte, ſo gewöhnlich ſie auch waren, in ſeiner Bruſt! Er athmete kaum, aus Furcht eine Sylbe von dem Geſpräche, das aus dem Munde ſeiner neu gefun⸗ denen Landsleute kam, zu verlieren. Er konnte nicht ruhig bleiben. Er ſtand anf und näherte ſich ihnen. Er konnte ſeine Augen nicht von ihnen abwenden; er be⸗ trachtete die Phyſiognomieen derſelben um daraus ihre Charaktere zu leſen. Er hatte ein großes Verlangen ſte anzureden, hielt aber zaudernd zurück, aus Furcht die rechten Worte nicht zu ſinden. Er verſtand Alles was ſie ſagten und ihre Unterhaltung hatte tiefes In⸗ tereſſe für ihn bekommen, als er aber zu ſprechen ver⸗