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Die Flecken, durch welche ſie kamen, zählten unge⸗ fähr fünfzig Häuſer, die aus Weidengeflecht, welches beworfen und übertüncht war, beſtanden, und ein nettes reinliches Ausſehen hatten. Die Männer trugen braune
ſchaafslederne Mützen, Jacken von ungefärbter brauner
Wolle, weite leinene Beinkleider und Sandalen von rohem Leder; die Frauen, welche ſich ohne Scheu vor Fremden zeigten, waren hübſch und nett gekleidet; alle trugen Netze; die Mädchen jedoch giengen mit unbedeck⸗ tem Kopfe und hatten ihre Haare geflochten und mit verſchiedenen Geldmünzen geſchmückt.
Die meiſten Dörfer waren von Türken bewohnt, die erſten, durch welche ſie kamen, ausgenommen; hier fanden unſere Flüchtlinge zu ihrer großen Freude, daß die größere Zahl der einfachen und gewerbſamen Bevöl⸗ kerung aus Chriſten beſtand, von welchen ſie ſehr freund⸗ lich und zuvorkommend aufgenommen wurden. Die Dorfbewohner ſchienen in Aufmerkſamkeiten gegen ſie zu wetteifern, beſtanden darauf, daß ſie ausruhten und boten alle Erfriſchungen an, die ſie nur auftreiben konnten, ſo daß ſie in kurzer Zeit im Stande waren, ihren Weg fortzuſetzen.
Sie legten hier wieder ihren Zigeuneranzug und Charakter ab, und nahmen eine Kleidung, die ſich der europäiſchen mehr näherte, und die ihnen mehr Achtung verſchaffte, als ſie in der anderen erwarten konnten. Sie verſchafften ſich wieder Pferde, um ihre Reiſe über die bulgariſchen Berge, welche einen Theil der großen Hämuskette bilden, nach Varna, dem Orte ihrer Be⸗ ſtimmung, fortzuſetzen, indem ſie hier ein Schiff zu finden hofften, auf welchem ſie einen anderen türkiſchen Hafen, der mit Tſcherkeſſten in Verbindung ſtände, errei⸗ chen konnten.
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Der Tſcherkeſſen⸗Häuptling. II. 2


