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nicht ſelten bei ihren Räubereien auch noch Mordthaten begiengen.
Die von Ivan und ſeinen Gefährten eingeſchlagenen
Wege verdienten kaum dieſen Namen; doch führte ſie der leichte ſchlechte Karren, den Javis aufgetrieben hatte, ſchnell und ſicher auf denſelben fort. Verſchiedene Bäche und Flüſſe kreuzten ihren Weg. Einige von den erſteren waren beinahe ganz ausgetrocknet; über die letzteren kamen ſie in Boten, welche kleine Zigeunerabtheilungen führten, die abſichtlich zu dieſem Zwecke mitgenommen worden waren. Als ſie ſich der breiten Donau näherten, gingen ſie zu Fuß auf Wegen, welche kaum von einem anderen Menſchen als ihren wandernden Führern betre⸗ ten werden; nur mit großer Schwierigkeit erreichten ſie den Fluß, nachdem ſie ſich auf einer großen Strecke durch Sümpfe und Moräſte durchgearbeitet und eine Menge Pelikanen und anderes wildes Geflügel dieſer wüſten Gegend aus ihrer Ruhe aufgeſcheucht hatten.
In einer ruhigen und ſchönen Nacht ſetzten ſie in einem durch ihre Freunde, die Zigeuner, geleiteten Boote über den ſchnellen aber glatten Strom; nach Verfluß einer Stunde landeten ſte in der türkiſchen Provinz Bulgarien. Der Ort, an welchem ſte über die Donau gegangen wa⸗ ren, lag ziemlich weit oberhalb der Stadt Galatz in der Walachei, in der Nähe von türkiſch Hirſova, das auf der Spitze ſteiler Felſen dicht am Strome liegt. Sie wagten es nicht, in den nun verwüſteten Platz einzutre⸗ ten, da die meiſten türkiſchen Städte, welche im letzten Kriege durch die Ruſſen genommen wurden, immer noch von ihren Truppen beſetzt waren.
Der directe Weg der Reiſenden gieng nun auf einer ziemlich großen Ausdehnung auf dem rechten Donauufer fort gegen Siliſtria, einer häßlichen Stadt mit einem Fort, das auch durch die Ruſſen zerſtört worden war,
welche nun eine Garniſon dort liegen hatten. Sie ver⸗
mieden deßhalb dieſen Platz, und giengen von der Straße ab quer durch die Gegend.
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