Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchen (1846)
Entstehung
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Sobald die Töne verklungen waren, erwachte Ivan zu völligem Bewußtſeyn, ſprang von ſeinem Lager auf, und gieng vor das Zelt, wo er Javis und Conrtn fand, die auf ihn warteten; eine hohe Röthe überflog das Ge⸗ ſicht des Knaben, als er ſeine mufikaliſchen Leiſtungen entdeckt ſah. 4

Ach, mein junger Page! ſagte Ivan,warſt Du der gute Geiſt, der mich durch ſo ſanfte Weiſen aus dem Schlaf erweckte? Ich wußte nichts von Deiner Geſchicklichkeit im Singen; jetzt, da ich ſie aber entdeckt habe, werde ich Dich oft auffordern, meinen Geiſt zu erheitern, wenn er niedergedrückt iſt.

Ah, gerne wollte ich Ihnen den ganzen Tag fingen, wenn ich denken könnte, daß es Ihnen angenehm wäre, Herr, antwortete der Knabe.

In der That, es iſt mir ſehr angenehm; wie kamſt Du aber zu dieſer Kunſt, der geprieſenſten im Dienſte eines Pagen? fragte Jvan.

Ich lebte mit ſolchen, welche ihren Lebensunterhalt dadurch gewannen; ich konnte jedoch nie um's Geld

ſingen; die Stimme verſagt mir, wenn meine Worte nicht vom Herzen kommen.

Gut, Knabe; ich hoffe, Dich oft zu hören; und nun, da Du ſiehſt, daß ich nicht der abgelebte alte Mann bin, der ich Anfangs zu ſeyn ſchien, willſt Du immer noch meinem Geſchicke folgen, da Du weißt, daß es ein gefährliches ſeyn wird? Ich möchte Dir nicht befehlen, mich zu verlaſſen.

Sagen Sie ſo, mein Herr? und ich möchte Sie nicht um Welten verlaſſen, antwortete Conrin.

Nun dann, mein guter Page, hoffe ich, daß wir lange nicht getrennt werden, und ich glaube überdieß, daß Du in meinem Lande eine Heimath finden wirſt, die Dir lieber ſeyn wird, als diejenige, welche Du ver⸗ laſſen haſt. Wir müſſen nun aber unſeren Weg gegen jenes geliebte Land fortſetzen.

Der gaſtfreundliche Haͤuptling des Stammes unter⸗