Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchen (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

In Schwerterſpiel und Pulverdampf,

12

Wohin Dich auch die Welle trägt Auf tiefen, dunkeln Seen;

So weit hin als die Winde weh'n

In Thälern und auf Höhen;

Welch Schickſal Deiner harren mag, Ob Freud und Luſt, ob Leid und Plag, Ich werde mit Dir gehen.

Folg auf der Berge höchſte Höh'n, Auf ihre freien Gipfel,

Und in die öde, dürre Haid,

Wo keine Quell, kein Wipfel.

Auch dorthin, wo der Simoon hauſt

Und feurig durch die Eb'ne brauſt,

Werd gern ich mit Dir gehen.

Auch in den dunkeln Forſt hinein, Wo wilde Thiere wohnen;

Und dorthin, wo die Sonn nicht ſcheint,

In jeuen kalten Zonen.

Selbſt in der Wüſte heißen Sand, In dieſes traurig öde Land,

Ich werde mit Dir gehen.

Auch auf das ſtolze Schlachtgefild⸗ Werd gern ich mit Dir ziehen,

Und pſtanzen dort Dein Banner auf, Sobald die Feinde fliehen;

Selbſt in den wilden, heißen Kampf,

Ich werde mit Dir gehen.

Und in dem finſtern Kerker ſelbſt,

Würd gern ich mit Dir leben;* Denn nur der Dienſt für Dich allein

Kann mir die Freiheit geben.

Und käme Krankheit oder Schmerz,

Und bräch' der Tod Dein liebes Herz,

Ich würde mit Dir gehen.