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ein alter, armer Mann, ohne die Mittel, Dich zu un⸗ terſtützen, oder Deiner Jugend eine paſſende Beſchäfti⸗ gung zu geben.“
„Ich ſuche nicht den Lohn eines Dieners,“ antwor⸗ tete Conrin;„ich könnte jedoch vielleicht Gelegenheit finden, Ihnen zu dienen. Glauben Sie mir vor der Hand; wenn ich mich unbrauchbar zeigen ſollte, können Sie mich zuletzt immer noch fortſchicken.“
„Bedenke aber, daß wir Dich, obgleich wir alte Männer ſind, in fremde Länder führen werden, wo Du Strapazen und Beſchwerden ausgeſetzt ſeyn wirſt, denen Dein zartes Alter unterliegen wuͤrde. Du würdeſt dann bereuen uns gefolgt zu ſeyn,“ ſagte Ivan.
„Ich fürchte keine Gefahr, in die Sie mich führen können,“ erwiederte der Knabe,„und bin an Beſchwer⸗ den zu ſehr gewöhnt, um ihnen zu erliegen. Zudem bin ich alter als ich zu ſeyn ſcheine, und begreife die Auf⸗ gabe, die ich unternehme, ganz gut.“
Jvan ſchien immer noch nicht entſchloſſen, dem ſon⸗ derbaren Wunſche des Knaben zu entſprechen, als Javis eintrat, worauf der Knabe ſogleich dieſem ſeine Sache vortrug. Javis unterſtützte ohne Zaudern ſeine Bitte, worauf Jvan endlich ſeine Zuſtimmung dazu gab, daß er ſie begleiten dürfe.
„O, glauben Sie mir Herr, daß ich mir gewiß nie den geringſten Fehler als Diener zu Schulden kommen laſſen werde. Sie glauben nicht, wie ſehr ſich mein Herz durch Ihre Güte erleichtert fühlt.“
Das Vergnügen, das aus den Augen des Sprechers ſtrahlte, bezeugte die Wahrheit ſeiner Worte; Jvan hatte jedoch ſchon früher den Gedanken gehabt und jetzt kam er ihm von neuem in den Sinn, der Knabe habe ihre Verkleidung durchſchaut, und er konnte ſich des
Verdachtes nicht erwehren, der Knabe, der ihnen ſo
hartnäckig folgte, ſei ein von der ruſſiſchen Regierung geſchickter Spion, der ſie am Ende ihrer Reiſe, im 1 3


