Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchen (1846)
Entstehung
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menen Herren gefällig zu zeigen. Nur mit großem Be⸗ dauern rief daher Jvan den Jungen am Morgen ihrer Abreiſe, während Javis fortgegangen war, um einige für ihre Reiſe nothwendige Bedürfniſſe einzukaufen, zu ſich, um ihm Lebewohl zu ſagen.

Wir müſſen nun abreiſen Conrin. Glaube mir, daß ich es ſehr ungern thue, wir kehren aber nicht zu dem Orte zuruͤck, woher wir kamen; waͤhrend Du zu Deinen Eltern und Freunden zurückkehren mußt. Hier nimm dieſe kleine Summe; es iſt alles, was ich erübri⸗ gen kann; Dir kann ſie jedoch auf Deiner Reiſe behülf⸗ lich ſeyn.

Während er ſprach fielen beinahe die Thränen aus den Augen des Knaben.Ach! warum wollen Sie mich ſo ſchnell von Ihrer Geſellſchaft ausſchließen, Herr? ſagte er, indem er das Geld von ſich wies.Habe ich etwas gethan, das Sie beleidigt? Ich habe keine Hei⸗ math, keine Freunde, zu denen ich zurückkehren könnte; ich habe alles und auf immer verlaſſen! O, erlauben Sie mir, daß ich Sie als Ihr Diener begleite, ich werde Ihnen gewiß treu und redlich dienen.

Wir gehen aber weit von hier fort, Knabe, ſagte Ivan;und vielleicht würdeſt Du Dein Geburtsland Rußland nicht wieder ſehen.

Es iſt mir ganz gleichgültig, Herr, in welchen Theil des Landes oder in welchen Theil der Welt Sie gehen. Wohin Sie auch gehen, ich will Ihnen folgen. Aber erbarmen Sie ſich und ſtoßen Sie nicht eine Waiſe zu⸗ rück, die Ihren Schutz anſpricht.

Als er ſah, daß Jvan immer noch zanderte, fügte er noch bei:Glauben Sie nicht, ich ſey ein der Knecht⸗ ſchaft entnommener Leibeigener; nein, ich bin frei ge⸗ boren, und will auch frei leben; nie wird ein ſtolzer Herr mich als ſeinen Sklaven fordern. Die Augen des Knaben zeigten, als er ſo ſprach, einen Glanz, der den Stolz auf ſeine Unabhängigkeit verrieth.

Aber junger Conrin, ich bin, wie Du ſiehſt, nur