Der alte Commodore. 177
ſchönen Töchter Florens nicht mit dem Schimpfnamen Plunder, belegen.« »Dergleichen hab' ich aber nicht geſehen. Oliphant, beſitzen Sie wirklich nichts, was dem Dämchen gehörte, — gar nichts? Nun, ſo ſagen Sie mir irgend eine 1 kleine Rede, die zwiſchen Ihnen und ihr vorftel, an der ſie die Echtheit meiner Sendung erkennen kann; ſo daß ich ihr z. B. ſage:„Miß, der Gentleman, der das und das zu Ihnen ſprach, und dem Sie das und das erwiederten⸗— Je zaͤrtlicher es klingt, deſto beſſer wird's ſein.«
»Underdown, Sie werden immer quälender. Ich habe allerdings etwa von Roſa Belmont— aber— aber— ich ſtahl's ihr aus dem Arbeitskörbchen weg, als ſie ſeitwärts blickte.«
»Und nun wird ſie hinterdrein ihre Magd derum weggejagt haben! Was iſt's, Kapitän? Ihr Schnupf⸗ tuch?«
„»Nein.
»Nun, bei aller Verwunderung der Welt!« ſagte der Commodore,»was kann es denn ſein? doch kein Beſaanſegel——«
„» Es war ihr ſeidener Strumpf, in den ſie ihren Namen zeichnen wollte.«
»Hui!« pfiff der Commodore,»potz blauer Dunſt und Schwefelflammen! Da wird das Haus durchſtö⸗ bert, die Dienerſchaft verdächtigt und Lärm ſonder Gleichen gemacht worden ſein, bloß weil Du einen Strumpf mauſeteſt, der am Ende zu klein iſt, als daß Du ihn tragen könnteſt!«
»Tragen, Commodore? Welche Idee von Ihnen? Meinen Sie, ich könnte mich einer gemeinen Dieberei ſchuldig machen?⸗ Der alte Commodore. II. 12
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