Der alte Commodore 167
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haben gute Ferngläſer am Bord, und wenn Du uns auch nicht geſehen haſt, ſo waren doch jenes Haus und jene Gartenanlagen, und eine weißgekleidete Dame, am Arm eines Herrn, mit dreieckigem, goldbeſchnürtem Hute, uns vollkommen ſichtbar. Kapitän Egerton komman⸗ dirte nur allzu gern Deine Fregatte, und glaube mir, es ſind allerlei ſchlimme Bemerkungen auf Deine Koſten gemacht worden. Verſteh' mich alſo, Noll; ich muß Dir'nen Verweis geben. Es verſteht ſich, daß Du bei mir frühſtückſt, und daß wir hinterdrein ein Privatge⸗ ſpräch abzuhalten haben. Underdown iſt bei mir.«⸗
»Es wird mich freuen, ihn zu ſehen, Onkel.«
»Schoön gut. Das untere Takelwerk ſtaffiren! ei, ſeh' mir Einer! Klingle doch'nmal.— Steward, mei⸗ nen Empfehl an Kapitän Egerton und alle Officiere der Morgenwache, und es würde mir eine Ehre ſein, ſie bei mir zum Frühſtücke zu ſehen. Ah! da kommt Under⸗ down, und ſieht ſo ernſthaft aus, wie Einer, der ſich verheirathen will.«
Die Zuſammenkunft zwiſchen Kapitän Oliphant und Horaz Underdown war herzlich; und da Beide einander viel zu ſagen hatten, ſchritten ſie auf dem Spiegelgange abgeſondert hin und her, während des Commodore's Gäſte ſich in der Vorderkajüte zum Frühſtücke verſam⸗ melten.
Als man insgeſammt am Tiſche Platz genommen hatte, ſagte, ein wenig zu Oliphant's Verwunderung, der Commodore zu Egerton:»Kapitän, ich wollte dem Befehlshaber der Belladonna“ ein wenig den Tert le⸗ ſen, allein er hat mir zur Genüge die Urſache dargelegt, weshalb er geſtern den größten Theil des Tages vor Anker legte— es geſchah aus Rückſichten von höchſt geheimer Natur, durch deren Veröffentlichung die dabei


