Teil eines Werkes 
2. Theil (1838) Der alte Commodore : in drei Theilen / von Capt. Marryat, Verfasser des: "Peter Simpel," "Ardent Troughton," "der fliegende Holländer" [et]c. ; aus dem Englischen von Dr. G. N. Bärmann
Entstehung
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Der alte Commodore. 165

Inzwiſchen würde des alten Commodore Verwunderung über das träge Ankern der Belladonna' nicht ſo groß geweſen ſein, wenn er gewußt hätte, in welchem man⸗ gelhaften Zuſtande ſich deren unteres Takelwerk befand.

Die ganze Sommernacht hindurch ſegelte Kapitän Oliphant dem Geſchwader nach, und am folgenden Mor⸗ gen um acht Uhr ſtrich die Belladonna dicht unter des Commodore's Lee. Dem Kapitän ward das Signal ge⸗ geben, an Bord zu kommen.

Oliphant war in ſeinem Gig bald ſeitlängs des Don⸗ nerkeils⸗ und mit wenigen raſchen Jünglingsſprüngen auf dem Hinterdecke. Der Anblick hier ließ ihn drei Schritte zurückweichen. Er hatte gedacht, es wäre auf ein Alleingeſpräch mit dem Commodore abgeſehen gewe⸗

ſen, und gab alſo nicht darauf Acht, daß ſein Ausruf

der Betroffenheit:»Bei Allem, was häßlich iſt— mein liebwerther Herr Onkel!« von der ganzen Schiffsmann⸗ ſchaft hörbar ward.

Sir Octavius bohrte den Blick ſeines einen Auges in Oliver's Geſicht, das eine höchſt verduzte Miene zeigte, und focht fürchterlich mit ſeiner Eiſenfauſt in der Luft herum, während er feſt aufrecht, ohne eine Spur von ſeinem Gichtübel zu zeigen, vor ſeinem Neſſen ſtand.

Kapitän Oliphant zog ſeinen Hut ab, und hatte noch

nie in ſeinem Leben eine ſo tiefe ehrerbietige Verbeu⸗ gung gemacht, als er ſie jetzt vor ſeinem grimmen, al⸗ ten Oukel machte. Der Sturm bricht los, dachten Alle, und Manche, die der Familiengruppe nahe ſtanden, mur⸗ melten ſogar:»Der alte Burſche wird wieder er ſelbſt!⸗

»Na?“« war der mürriſche, einſylbige Gruß des Ober⸗ commandirenden. 4

»Da!« ſagte der kecke Neffe, der ſich ein wenig von