Der alte Commodore. 37
»Iſt das'ne Art mich glücklich zu machen. Du— Du— Du—? Hol' mir die Doſe wieder.«
»Ich thu's nicht, und will doch den ſehen, der's thut! Ganz und gar überdrüſſig bin ich's, daß man mich Miß Backyſquirt nennt, bloß weil—«
»Meine Doſe— huſſy!« ließ der Commodore ſich halb grunzend halb heulend vernehmen—»Underdown, haben Sie Mitleid mit'nem armen, lecken, entmaſte⸗ ten Fahrzeug! Steuern Sie'naus auf'n Grasplatz und lootſen ſie mir meine Tabacksdoſe herein.«
„»Wenn er ſich's unterſteht!« ſagte die junge Erbin von Treſtletree⸗Hall.
»Sie ſehen, Commodore, in welcher Lage ich mich befinde. Sie haben für heute das Commando abge⸗ geben. Der Ordre des befehlhabenden Offiziers mußte jederzeit Folge geleiſtet werden. Ueberdieß muß ich ge⸗
ſtehen, daß ich von Herzen wünſche, Sie möchten ab⸗ laſſen, das Kraut zu käuen, und ſich darauf beſchränken, es zu rauchen.« 4
„Rauchen ſoll er's eben ſo wenig!« fiel die beſonnene Tochter ein.
»Nun, Matty, mein zarter Liebling,« begann der Commodore, indem er zu Schmeichelworten ſeine Zu⸗ flucht nahm,„tripple Du hinaus und hol' mir meine Doſe. Es thut meinem Herzen wohl, wenn ich ſehe, wie Deine allerliebſten Füßchen tip⸗tap, in Deinen niedlichen roſafarbenen Atlasſchuhen dahin ſchreiten.— Das ſind Füßchen! wie Jack ſagte, als der weiße Ele⸗ phant von Ceylon den Miſſethäter zu Tode ſtampfte.“«
»So gefallen Dir wirklich meine Atlasſchuhe, lieber Bruder? Nun, Du weißt, daß die Edlen von Bacuiſ⸗ ſart von jeher durch Zartheit ihrer Hände und Füße berühmt waren.⸗


