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Der alte Commodore 25
Commodore die Verfolgung, als Bruder, als Mann und als Chriſt.
Lady Aſtell lebte in der ſtrengſten Zurückgezogenheit. Für Daviel Danvers hatte ſie bereits inſofern ge⸗ ſorgt, daß ſie ihm eine Jahrrente von achtzig Pfund ausſetzte und ihm ein Unterkommen als Midſhipman auf der Fregatte verſchaffte, die von ihrem Neffen, dem Kapitän Oliphant, befehligt ward. Da Daniel der verwaiſete Sohn eines im Treffen bei Bridport gefalle⸗ nen Officiers war, ſo bedünkte dieſe Beförderung und Unterſtützung ihn fürſtlich. Er konnte nun in Kleidung und Lebensweiſe es ſeinen Schiffsmaaten gleichthun,
und diejenigen Ausgaben beſtreiten, zu denen junge
Gentlemen im Flottendienſte gewiſſermaßen genöthigt ſind. Nachdem Lady Aſtell ſolchermaßen für den Freund ihres Sohnes geſorgt hatte, den ſie als eigenen Sohn geliebt haben würde, wenn ſie außer dieſem irgend Etwas hätte lieben können, befand ſie ſich, wie ſie es gewünſcht hatte, gänzlich allein, wollte nicht einmal den Gemeinde⸗ pfarrer ſehen, und verſchloß ſogar, zum erſten Male in ihrem Leben, ihre Thür vor dem ehrlichen Underdown. Ihre Dienerſchaft mußte ſich in die tiefſte Trauer kleiden. Ihr Wagen zeigte ſich ſchwarz und begräbniß⸗ artig, und ließ kein Wappen auf ſeinem Schlage wahr⸗ nehmen. In ihrem Leidtragen lag ein Schauerprunk; ſie bediente ſich nur der ſchwärzeſten Pferde, und kam aus ihrer grabähnlichen Klauſe nur dann hervor, wenn ſie zum einſamen Gebete in die Kirche ging, oder auf Verfolgung des alten Commodore auszog. Sie ſelbſt kleidete ſich in die tiefſte Trauer, und ihr weißes Witt⸗ wenſtirnband, durch welches ſie jegliches Haar auf ih⸗ rem Haupte vor den Augen der Menſchen verbarg, war das einzige Nichtſchwarze in ihrem Anzuge. So ange⸗


